Studenten-Steuererklärung

Veröffentlicht am 9. April 2014 in Allgemeine Tipps, Finanzen und Sparen

Steuerpflichtige Jobs im Studium und die erste Steuererklärung

Studieren kostet Geld. Zwar gibt es für Studierende zahlreiche Finanzierungsmöglichkeiten (z.B. Unterhaltszahlungen, BAföG, Studienkredit), sehen diese jedoch nur die Deckung des Grundbedarfs vor. Für zusätzliche Ausgaben bleibt hingegen kaum etwas übrig. Um das Budget ein wenig aufzustocken, gehen viele Studenten daher nebenbei arbeiten. Besonders verbreitet sind dabei Minijobs und Tätigkeiten als studentische Aushilfe. Studentische Jobbörsen (wie z.B. studentjob.de) bieten da eine gute Möglichkeit sich über solche Jobs zu informieren.

Steuerfreie und steuerpflichtige Beschäftigungen

Der Vorteil solcher Nebenbeschäftigungsmöglichkeiten besteht vor allem darin, dass diese nicht sozialversicherungspflichtig sind und somit nicht versteuert werden müssen. Allerdings beträgt der Maximalverdienst hierbei lediglich 450 Euro pro Monat.

In einigen Fällen reicht dieser Betrag nicht aus. Betroffene Studenten arbeiten dann auf Gewerbeschein = Notwendigkeit der Abgabe einer entsprechenden Steuererklärung oder teilweise haben sie sogar eine Festanstellung als Teilzeitkraft. Da die Einnahmen aus solcher Tätigkeit in der Regel die 450-Euro-Grenze überschreitet, wird eine Lohnsteuer fällig. Zudem muss in der Regel eine Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht werden.

Schwierigkeiten bei jungen Beschäftigen und Berufseinsteigern

Gerade für junge Beschäftige mit wenig Berufserfahrung stellen Steuererklärungen eine große Herausforderung dar. Schließlich müssen nicht nur zahlreiche Rechnungen und Belege zusammengesucht werden. Entscheidend ist vor allem die Kenntnis über Freibeträge, absetzbare Anschaffungen und erforderliche Anlagen.

Die sicherste Möglichkeit, Steuererklärungen richtig zu verfassen und somit die Wahrscheinlichkeit einer Rückzahlung zu erhöhen, bietet nach wie vor ein Steuerberater. Allerdings ist diese Dienstleistung vergleichsweise teuer. Unter Umständen müssen hierfür bis zu 1000 Euro eingeplant werden. Diese Kosten können zwar auch wieder von der Steuer abgesetzt werden, müssen aber vorab natürlich bezahlt werden.

Steuersoftware als preiswerte Alternative

Eine wesentlich günstigere Alternative sind hingegen spezielle Softwareprogramme. Je nach Anbieter liegen die Kosten bei etwa 30 bis 50 Euro. Mittlerweile sind solche Programme von verschiedenen Anbietern (die Verweise gehen direkt zu den Shops) wie z.B: Lexware oder Buhl sehr weit ausgearbeitet und stets dem aktuellen Steuerrecht angepasst, sodass alle erforderlichen Angaben berücksichtigt werden können. Zudem verfügen die meisten Programme über eine Zusatzfunktion, welche die besten Tipps zu Einsparmöglichkeiten anzeigt.

Sicherlich kann es passieren, dass nicht jeder von Anhieb mit einer solchen Steuersoftware zurechtkommt. Angesichts des Preisunterschieds zu den Dienstleistungen eines Steuerberaters ist ein Versuch aber in jedem Fall zu empfehlen.

Wer bei dem Softwaredschungel auf der Suche ist nach einer Übersicht der aktuell verfügbaren Steuersoftware-Lösungen findet z.B. eine bei Chip.de im Artikel „Steuern sparen mit Software“.

 

 

 

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