Studienabbruch – und was jetzt? Ausbildung vs. Studium

Veröffentlicht am 5. Dezember 2016 in Allgemeine Tipps, BAföG, Studien- und Berufswahl

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Studium abgebrochen? Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Eine Ausbildung und ein duales Studium sind echte Alternativen für diejenigen, die näher an der Praxis dran sein möchten. (Bild: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) / pixelio.de)

Der Entscheidungsdruck nach dem Abitur sowie die mangelhafte Berufsorientierung lösen bei einer Vielzahl der Studierenden in spe Zweifel am zukünftigen Berufswunsch aus. Oft mündet diese Unsicherheit dann in einem Studienabbruch und es stellt sich die Frage: Was jetzt? Ein anderes Studium beginnen oder ist ein Ausbildungsplatz eine Alternative?

Was spricht für eine Ausbildung?

Die Vorteile einer Ausbildung sind vielfältig. So steigt man zum Beispiel gleich von Beginn an direkt in den Berufsalltag ein. Entsprechend profitieren viele Azubis später auch von den gesammelten Praxiserfahrungen, die im Rahmen eines Hochschulstudiums nicht im Vordergrund stehen. Ein weiterer Vorteil ist der, dass man bereits ein Einkommen erzielt. Und auch die Karrierechancen beziehungsweise die Aufstiegs- und Fortbildungsmöglichkeiten stellen Vorteile einer Ausbildung dar. Das Internet bietet übrigens zahlreiche interessante Jobangebote.

Duales Studium: Theorie und Praxis kombinieren

Ein duales Studium verknüpft Studium und betriebliche Ausbildung miteinander. Dabei erfolgt die Lehre der Theorie an Berufsakademien, Fachhochschulen, Universitäten, Berufsschulen, Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien oder Dualen Hochschulen. Praktische Erfahrungen können sowohl in einem Praktikums- als auch in einem Ausbildungsbetrieb gesammelt werden. Fällt die Entscheidung auf ein duales Studium, kann der akademische Abschluss Bachelor erworben werden.

Hochschulstudium: Pro und Contra

Sowohl ein breiter gefasstes Berufsfeld als auch später bessere Verdienstmöglichkeiten sind die Vorteile eines Studiums. Auf der anderen Seite muss aber die Wahl eines passenden Studiengangs sorgfältig getroffen werden. Denn Fakt ist: Nur wer das richtige Studium für sich gewählt hat, studiert auch wirklich gerne. Einen Verdienst wie bei einer Ausbildung oder einem dualen Studium gibt es übrigens nicht. Viele Studierende beantragen deshalb als finanzielle Ausbildungsförderung BAföG. Reicht das nicht aus, kann man sich zwar mit den verschiedensten Nebenjobs etwas dazuverdienen. Allerdings ist ein Studium bereits auf Vollzeit ausgelegt, sodass für einen Nebenjob erst mal genügend zeitliche Ressourcen vorhanden sein müssen.

Um eine Fehlentscheidung bei der Wahl des passenden Studiums zu vermeiden, sind Praktika von großer Bedeutung. Diese können auf freiwilliger Basis während der Ferien absolviert werden und ermöglichen einen Einblick in verschiedene Berufe. Darüber hinaus bieten die Beraterinnen und Berater der Agentur für Arbeit persönliche Gespräche zur Unterstützung bei der Studienwahl an. Des Weiteren sollte man Studieninformationstage sowie individuelle Studienberatungen der Universitäten und Fachhochschulen unbedingt in Anspruch nehmen.

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